Welche Systeme zur (Blut-)Zuckerkontrolle gibt es?

Wer sich ein wenig mit dem Thema „Blutzuckerkontrolle“ und „Diabetestechnik“ auseinander setzt, wird sehr schnell feststellen, dass es da sehr viele Systeme und Anwendungsmöglichkeiten gibt.
Damit ihr einen kleinen Einblick in die Thematik bekommt, hier eine kurze Zusammenfassung: Man kann zwischen drei Systemen unterscheiden: dem klassischen Blutzuckermessgerät, den FGMs und den CGMs.

  1. Das klassische Blutzuckermessgerät
    Dieses System wird wohl das Bekannteste unter den Menschen ohne Diabetes sein. Man pikst den Finger mit einer sogenannten „Lanzette“ welche sich in der „Stechhilfe“ befindet, drückt leicht auf die Fingerkuppe und trägt einen kleinen Tropfen Blut auf den Teststreifen auf, welcher sich im Messgerät befindet.DSC00216
  2. Das „Flash Glucose Monitoring“ (FGM)
    Hier befindet sich ein kleiner Sensor auf der Haut des Menschen mit Diabetes. Dieser kann dann durch das Scannen den aktuellen Gewebezuckerwert an den Empfänger (Messgerät oder Handy) senden. Somit muss man sich nicht mehr in den Finger stechen und bekommt den Wert direkt angezeigt. Wichtig ist hierbei, dass nur die Daten der letzten acht Stunden zwischengespeichert werden. Damit ihr keine Werte verliert, solltet ihr also regelmäßig euren Sensor abscannen.
Auf dem Foto könnt ihr den Freestyle Libre 2 sehen – der kleine Kreis an meinem Arm ist der Sensor, welcher den Gewebezucker misst.

3. Das „Continuous Glucose Monitoring“ (CGM)
Die sogenannten CGM-Systeme sind Geräte, die rund um die Uhr in einem fünf Minuten Takt den Glukosegehalt in der Gewebeflüssigkeit messen und diesen auf ein Empfangsgerät übertragen (ohne Scannen!). Zudem können bestimmte Grenzwerte definiert werden, bei deren Über- oder Unterschreitung ein Alarm ausgelöst wird.

Hier trage ich das CGM System namens „Dexcom G6“

Alle drei Systeme haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Sei es die Größe, Tragestelle, Anwendung oder der Kostenfaktor – jeder muss für sich entscheiden, welches Messsystem er für sich wählt. Für Typ 1 Diabetiker ist es relativ einfach zwischen den Systemen zu wählen (natürlich abhängig von der Krankenkasse). Für Typ 2 Diabetiker ist es meist schon problematisch ausreichend Teststreifen für das klassische Blutzuckermessgerät zu bekommen – in meinen Augen totaler Schwachsinn! Daher kann die Beantragung eines FGMs durchaus problematisch werden. Sprecht also am besten mit Eurem Arzt über die zur Auswahl stehenden Möglichkeiten und wählt dann das für Euch passende System.

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